Ambilight selbst gebaut

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Ambilight selbst gebaut

Dieser Artikel erschien erstmals am 13.03.2020. Letzte Bearbeitung: 04.05.2020.
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Ich bastele schon seit einiger Zeit mit einem Raspberry Pi an einem Smart Home herum. Dabei habe ich eine Anleitung gefunden, wie man ein Ambilight für seinen Fernseher selber basteln kann. Für den Fall das man keinen Philips TV mit eingebautem Ambilight hat. Es gibt zwar eine Lösung von Philips Hue, da kostet aber nur die HDMI Sync Box – die man dringend brauch um das TV Signal auszuwerten – schon um die 250 €. Bei dem selbst bauen, muss man zwar ein bisschen basteln, gerade die LED-Streifen, aber für alle Komponenten, die man dafür braucht, habe ich 245,12€  ausgegeben. Ich habe alles bei Amazon.de bestellt, weil ich lieber bei deutschen Händlern bestelle, wegen der besseren Rückgabemöglichkeit – und die Teile waren schneller da. Wer ein bisschen Wartezeit mitbringt bekommt die Hardware bestimmt auch sehr günstig bei AliExpress. Mit kurzen Lieferzeiten, aber zu höheren Preisen, gibt es die Elektronikteile bestimmt auch bei Conrad oder Reichelt.

Folgende Hardware habe ich verwendet:

Raspberry Pi 4 Model B

Gehäuse für Raspberry Pi 4 mit Netzteil

WS2801 LED Streifen (5 m)

  • Muss lang genug sein um einmal hinten am Fernseher rundum verlegt zu werden. Am besten die 4 Kanten ausmessen und die längen addieren.

5V Schaltnetzteil (6A bzw. 10A)

  • Für das Schaltnezteil benötigst du auch noch ein sogenanntes Kaltgerätekabel – wie von einem PC/Monitor. Ich habe ein altes PC-Kabel verwendet, wenn du sowas nicht zuhause rumliegen hast, schaue mal hier.

USB-Grabber: Easyday – EasyCap DC60 USB 2.0 Video VHS auf DVD Konverter/Grabber. Capture Card mit Chipset UTV 007

  • Drauf achten das der Grabber einen UTV007 Chipset hat. Der (soll) auf jeden Fall bzw. am besten funktionieren.
HDMI2AV Konverter: Musou HDMI auf 3RCA Composite CVBS Video Audio AV Converter Adapter 1080P
Chinch-Verbindungskabel (male-male): Goobay 50380 Composite Audio Video Verbindungskabel, 3x Cinch, 1,5m
HDMI-Splitter: AmazonBasics – 4K-HDMI-Splitter, 1 Eingang – 2 Ausgänge
  • Falls noch nicht vorhanden, benötigst du auch noch einen Lötkolben(-Set) und evtl. eine Halterung mit Lupe. Es gibt aber auch eine Anleitung ohne zu Löten. Dafür werden dann noch andere Teile benötigt. Siehe dazu weiter unten.
  • Wenn du lieber die Variante ohne löten benutzen willst, empfehle ich diese Schnellverbinder.

Da ich gerne von 3 Eingängen das Bild auswerten will, habe ich noch folgenden Umschalter dazu gekauft: Portta HDMI Switch 4K@60HZ 4×1 Umschalter mit Audio Extraktor.
Dieser Umschalter hat 4 HDMI-Eingänge und 1 HDMI-Ausgang. Dazu für Audio Optischen- (Toslink), Stereo- und Coaxial-Ausgang. Damit kann ich den Digitalton direkt an den Receiver schicken. Ansonsten wäre der über den HDMI-Splitter an den TV gegangen und von da über den Toslink-Ausgang an den Receiver. Der HDMI-Splitter (oder die Umschalter die ich zuerst ausprobiert habe) hat aber den Digitalton nicht weiter geschickt.

Ich habe das Ambilight nach folgender Anleitung aufgebaut: (1) https://tutorials-raspberrypi.de/raspberry-pi-ambilight-fuer-alle-geraete-selber-bauen/ bzw. (2) https://ambilight-pi.de/blog/ambilight-im-do-it-yourself-projekt/. Beide Anleitungen sind ähnlich und bei beiden wird gelöten.
Die Anleitung ohne zu Löten findest du hier.

Die Kabel/Geräte habe ich folgendermaßen verbunden:

TV > HDMI-Umschalter   HDMI-Splitter > TV        
FireTV > > HDMI2AV-Konverter > Grabber > Rasp Pi 4
DVD  

Für den Raspberry Pi 4 habe ich das ganz normale Raspbian verwendet. Dazu habe ich den Raspberry Pi Imager runtergeladen und unter „OS“ Raspbian ausgewählt. Das ganze dann auf die SD-Karte für den Raspberry Pi 4 geschrieben.
Nach dem Beschreiben der SD-Karte habe ich diese in den Slot des Raspberry Pi 4 gesteckt, an meinen PC-Monitor per (Micro-)HDMI (Der Raspberry Pi 4 hat Micro-HDMI Anschlüsse. Hierfür benötigt man ggf. ein Adapter) sowie Tastatur und Maus per USB angeschlossen, weil man noch Einstellungen vornehmen muss, u.a. WLAN verbinden sowie SPI und SSH aktivieren.

Mit der Hyperion Software (das Programm was das TV Bild auswertet und die LED steuer) hatte ich Probleme. Bei der Fehlersuche habe ich raus gefunden das es eventuell am Grabber liegt, der nicht sofort ein Bild liefert (siehe hier). Die ersten Bilder müssen also übersprungen werden. Dazu habe ich, wie hier und hier im Forum beschrieben, eine angepasste Version von Hyperion und der HyperCon Software heruntergeladen.

Zunächst habe ich das Original Hyperion über die Kommandozeile nach dieser Anleitung installiert. Anschließend habe ich das angepasste Hyperion heruntergeladen. Nach dem herunterladen muss man diesen manuell in den entsprechenden Ordner kopieren. Dafür sind mindestens Grundkentnisse von Linus notwendig. Im Ordner „/usr/bin/“ war ein Symlink. In den Ordner, der auf den Symlink verweist, habe ich die Hyperion-Datei kopiert. Dann muss man noch mit der angepasste HyperCon Software die Konfigurationsdatei (hyperion.config.json) erstellen und auf den Raspberry Pi kopieren. Anschließend hatte es funktioniert.

Damit die Geräte (Raspberry Pi, Schaltnetzteil und der HDMI-Splitter und HDMI2AV-Konverter [die haben auch einen Stromanschluss]) nicht die ganze Zeit Strom verbrauchen, wenn man kein Fernsehn/FireTV/DVD schaut, habe ich einen Mehrfachsteckdose an eine WLAN-Steckdose gesteckt und immer wenn der Fernseher ausgeschaltet wird, schaltet sich die Steckdose automatisch mit aus. Dazu in einem anderen Artikel später mehr.

Bei Fragen und/oder Problemen kann ich die Seite https://hyperion-project.org/ empfehlen. Dort gibt es auch ein deutschsprachiges Forum.

Hier ein Bild wie es aussieht (Bild von mir Privat):

Ambilight selbst gebaut - Wasserzeichen

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